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Sprache verändert sich – und mit ihr unser Blick auf Menschen und gesellschaftliche Teilhabe. Die Lebenshilfe hat deshalb bereits im November 2025 eine wichtige begriffliche Entscheidung getroffen: Künftig verwenden wir verstärkt die Bezeichnung „Menschen mit Unterstützungsbedarf“.

Seitdem erreichen uns immer wieder Fragen dazu: Was genau bedeutet der Begriff? Warum hat sich die Lebenshilfe für diese Formulierung entschieden? Und was verändert sich dadurch im Alltag und in unserer Kommunikation?

Warum wir von „Menschen mit Unterstützungsbedarf“ sprechen

Das zeigt: Die neue Begrifflichkeit ist mehr als eine sprachliche Anpassung. Sie berührt die Frage, wie wir Menschen beschreiben, wie wir über Unterstützung sprechen und welches Bild von Teilhabe dahintersteht.

Deshalb möchten wir das Thema noch einmal in einfacher Sprache aufgreifen und erklären, was hinter der Bezeichnung „Menschen mit Unterstützungsbedarf“ steckt, warum wir sie verwenden und was uns dabei wichtig ist. Unser Ziel ist, die Hintergründe verständlich und für alle zugänglich zu machen – denn gerade bei Sprache lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Menschen mit Unterstützungs-Bedarf (und kognitiver Beeinträchtigung)

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat beschlossen, die Wörter zu ändern, die wir für “Menschen mit (geistiger)Behinderung” verwenden.
Das bedeutet: Wir sprechen künftig wertschätzender.

Bisher haben wir gesagt: „Menschen mit Behinderung“.
Ab jetzt sagen wir:

  • „Menschen mit Unterstützungs-Bedarf“
  • „Menschen mit Unterstützungs-Bedarf und kognitiver Beeinträchtigung“, wenn man es genauer erklären muss

Dieser Schritt ist wichtig für die Wünsche der betroffenen Menschen.
Bei einer Umfrage im Jahr 2024 haben über 1.300 Menschen mitgemacht.
Im November 2025 hat die Bundesvereinigung offiziell beschlossen, die neue Sprache zu nutzen.

Auch wir bei der Lebenshilfe Freising benutzen analog der Bundesvereinigung Lebenshilfe die neuen Bezeichnungen nach und nach in Texten und Gesprächen.

Wir wissen: Sprache ändert sich nicht sofort.
Darum erfolgt die Umstellung schrittweise und praxisnah.

Im rechtlichen Kontext müssen wir aber weiterhin „Menschen mit Behinderungen“ sagen.

Wir bitten alle, die neuen Bezeichnungen so bald wie möglich im täglichen Leben zu verwenden.
Ziel ist eine respektvolle, moderne Sprache, die von den Menschen mit Unterstützungsbedarf selbst mitgetragen wird.

Ausführliche Informationen finden sich auf der Seite der Bundesvereinigung.

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