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Seit ihrem Eintritt in die Lebenshilfe Freising ist Silvia Jonker als Leitung der Frühförderstelle Freising tätig. Im Rahmen eines Interviews gewährte sie, die gemeinsam mit Claudia Perschnick die

Fachberatung für herausforderndes Verhalten

ins Leben gerufen hat, Einblicke in ihre Erfahrungen und die Gründung der Beratungsstelle.

Herausforderndes Verhalten bei der Lebenshilfe Freising – Die Rolle der Fachberatung

Bereits vor ihrer Arbeit bei der Lebenshilfe Freising führte Jonker Beratungen durch, insbesondere zu schwer verständlichem Verhalten, Herausforderungen und schwer einzuschätzenden Entwicklungsständen, was oft zu Komplikationen im Miteinander führt. Obwohl sie bei der Lebenshilfe als Leitung der Interdisziplinären Frühförderstelle Freising tätig ist, legt sie großen Wert auf eine klare Trennung ihrer Aufgaben, besonders im Hinblick auf Beratungen zu herausforderndem Verhalten.

Entstehung der Fachberatung und deren Notwendigkeit

Die Idee zur Gründung der Fachberatung für herausforderndes Verhalten entstand aus der Notwendigkeit, Menschen mit verschiedenen Entwicklungsständen und schwer verständlichem Verhalten adäquat zu unterstützen. Jonker betont, dass es zahlreiche Gründe gäbe, warum Menschen als herausfordernd wahrgenommen werden, und wie wichtig es ist, für alle Beteiligten passende Hilfe anzubieten. Nicht jede Hilfe funktioniert für jede Person gleich gut. Verständigung und Unterstützung in herausfordernden Situationen sind für sie ein Herzensthema.

Interne Rolle der Fachberatung

Die Fachberatung steht allen Mitarbeitenden der Lebenshilfe Freising sowie Personen, die privat im Wohnbereich unterstützt werden oder Angebote der Lebenshilfe Freising nutzen, offen. Die Anfragen erfolgen in der Regel von Einrichtungen wie etwa den Kindergärten, die zur Lebenshilfe gehören, oder auch Einzelpersonen, sei es telefonisch oder schriftlich.

Jonker nutzt als Sonderpädagogin alle ihr verfügbaren Ressourcen, um in persönlichen Terminen die Anliegen und den Bedarf der Ratsuchenden zu ermitteln. Bevor dann in Gesprächen konkret Möglichkeiten und Vorschläge für den weiteren Verlauf erarbeitet werden, ist Jonker bestrebt, in einem persönlichen Termin alle relevanten Inhalte abzufragen und sich ein Bild von Beratungsumfang und -thema zu machen.

Die Motivation für ihre tägliche Arbeit zieht sie aus den positiven Ergebnissen gemeinsamer Bemühungen. Die Möglichkeit, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, bereitet ihr Freude. Wichtig ist Jonker dabei, dass die Ratsuchenden ihre Anliegen als verstanden und optimalerweise als gelöst empfinden.

Resonanz und Bedarfsdeckung

Die Fachberatung existiert bereits seit einiger Zeit, und laut Jonker sind alle bisherigen Beratungen von Einsatz und Wertschätzung geprägt. Die positive Resonanz zeigt, dass der Bedarf gedeckt werden kann. Durch die offenen Dialoge und Einblicke in die Lebenssituation der Ratsuchenden können fundierte Ideen und Anregungen für ein weiteres Vorgehen entwickelt werden.

„Es macht mich glücklich, wenn ich erfolgreich dazu beitragen kann, das Miteinander zu verbessern und individuelle Bedürfnisse zu verstehen“, resümiert Jonker. Die Einblicke, die ihr gewährt werden, und die es ihr wiederum ermöglichen, Ideen und Anregungen zum weiteren Vorgehen zu geben, sieht sie selbst als Geschenk an.

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