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Der zentrale Fachdienst, die Offene Behindertenarbeit und die Heilpädagogische Tagesstätte der Lebenshilfe Freising bieten ab sofort eine Anlaufstelle zum Thema

Sexuelle Bildung und Beratung

an. Das Angebot kann von Mitarbeiter*innen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie deren Angehörigen /gesetzlichen Betreuungen genutzt werden.

Am Mittwoch, 25.01,. von 16:00 – 18:00 Uhr findet die nächste Sprechstunde „Sexualität und Beziehungen“ in der OBA – Finkenstraße 31 statt.

Fachreferentin für sexuelle Bildung und Beratung bei der Lebenshilfe

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Sexuelle Bildung ist ein Grundrecht. - Dies gilt auch für alle Menschen, die wir in der Lebenshilfe Freising begleiten dürfen.

Dabei geht es um den eigenen Körper, um Vorlieben und Abneigungen sowie um die persönlichen sexuellen Rechte. Sexuelle Bildung dient der Gleichberechtigung von Menschen, die Begleitung im Alltag erfahren und ermöglicht nachhaltig eine emanzipatorische, selbstbestimmte Sexualität.

Doch wie soll das in unserem Alltag klappen und umsetzbar sein? Wecke ich damit keine „schlafenden Hunde“? Ist die Person in meiner Gruppe dafür „fit“ genug? Darf ich meine Betreuung fragen, ob sie mir Kondome kaufen kann? Ich weiß nicht, wie das gehen soll. Wie schaut eigentlich der Körper eines Menschen mit Vulva oder Penis aus?

Einige dieser und weiterer Fragen im Bezug zum Thema Sexualität und sexueller Selbstbestimmung begleiten viele Mitarbeiter*innen, Angehörige, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senior*innen der Lebenshilfe Freising, in ihrem Alltag.

„[…], dass sexuelle Wünsche und deren Verwirklichung […] ganz »normal« sind und weder dramatisiert, noch infantilisiert, weder verdrängt, noch verboten, sondern akzeptiert und unterstützt werden sollten.“ (Walter, J. 2013)

Die Lebenshilfe Freising e.V. schafft für diese Thematik eine Anlaufstelle.

Ansprechperson ist Gloria Dorsch, Heilerziehungspflegerin, Heilpädagogin und Sexualpädagogin (i.A.). Kontakt: gloria.dorsch@lebenshilfe-fs.de

Kurz-Konzeption zur Arbeit der Fachreferentin für sexuelle Bildung und Beratung

Angebote und Ziele der Fachreferentin für sexuellen Bildung und Beratung:

  • Beratung von Menschen mit Behinderung, Angehörigen und rechtl. Betreuer*innen
  • Austausch/Beratung zu einem bestimmten Thema und/oder einer konkreten Fragestellung
  • Fallbezogene Hypothesenbildung der Person und der Situation
  • Heil- Pädagogische Angebote über die Offene Behindertenarbeit (OBA) der LH FS
  • Gemeinsames Erarbeiten eines verstehenden und förderlichen Vorgehens in der pädagogischen Begleitung
  • Fortbildungen für Teams oder Einrichtungen
  • Vorstellung und Ausleihe von Material und Literatur zum Thema sexuelle Bildung

Wer kann die Fachreferentin für sexuelle Bildung und Beratung anfragen?

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die eine Begleitung durch die Lebenshilfe Freising erfahren sowie deren Angehörige bzw. rechtl. Betreuer*innen
  • Einzelne Mitarbeiter*innen, Teams oder ganze Einrichtungen der Lebenshilfe Freising
  • ➔ Siehe dazu Angebote im OBA-Programmheft oder nach Absprache innerhalb der Einrichtung: OBA-Programm Seite 5 und Seite 24

Weshalb sollte ich die Fachreferentin für sexuelle Bildung und Beratung anfragen?

  • Menschen, die in der LH FS begleitet werden, können ihr Wissen über ihre eigene Sexualität weiterentwickeln und ihr Wissen über die Vielfalt unterschiedlicher Sexualitäten ausbauen
  • Aufbau und Weiterentwicklung des Wissens zum Fachbereich sexuelle Bildung
  • Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema Körperlichkeit, Nähe und Distanz und Sexualität in der allgemeinen heilpädagogischen Begleitung
  • Unsicherheiten im Verhalten einer einzelnen, zu begleitenden Person

Wie kommt die Zusammenarbeit zustande?

  • Anfrage erfolgt per Mail: gloria.dorsch@lebenshilfe-fs.de
  • Rückmeldung erfolgt per Mail oder telefonisch
  • Ggf. Klären der Schweigepflichtentbindung und Datenschutzerklärung
  • Bei Bedarf: Terminvereinbarung für Fortbildung oder Beratungsgespräch

Ist ein Folgeauftrag möglich?

  • Zur Überprüfung der Wirksamkeit der vereinbarten Handlungsplanung
  • Bei neuen Aspekten im vorgestellten Fall

Datum: 19.01.2023

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