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Gastro-Betrieb mit besonderem Erfolgsrezept

11 bis 12 Uhr: Viva Vita punktet mit tollen Gerichten und inklusivem Konzept.

24 Stunden, 24 Unternehmen: Viva Vita (Freisinger Tagblatt)

11 Uhr: Bei Viva Vita herrscht Hochbetrieb. Es dampft aus Töpfen, es brutzelt in den Pfannen. Schon in einer Stunde erscheinen die ersten Gäste für den Mittagstisch. Nebenbei werden frisch zubereitete Speisen in Transportbehälter gepackt. Schließlich ist der Freisinger Gastronomiebetrieb für die Verpflegung einer Kinderkrippe und der Wärmestube zuständig. Das Küchenpersonal hilft der Fahrerin beim Beladen. Dann geht es auch schon los.

Das Viva Vita ist alles andere als eine gewöhnliche Gaststätte. Das Tochterunternehmen der Lebenshilfe Freising e.V. lebt Inklusion.

„Wir machen keinen Unterschied, ob jemand, der bei uns angestellt ist, ein Handicap hat oder nicht. Kolleginnen und Kollegen werden für den jeweiligen Arbeitsplatz und dessen Aufgaben qualifiziert.“ (Christian Burger, Betriebsleiter Viva Vita)

Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten hier gleichberechtigt zu Tariflohn zusammen. Die Quote an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Schwerbehinderung beträgt bei Viva Vita zirka 50 Prozent. Sie alle sind auf Zack.

Es laufen die letzten Vorbereitungen für den täglichen Mittagstisch. Punkt 12 Uhr freuen sich schon die ersten Gäste auf das frisch gekochte Mittagessen. Wer mehr Hunger hat, bestellt eines der wechselnden Tagesgerichte. Heute steht zum Beispiel ein geschmorrter Rinderbraten auf der Karte. „Der ist sehr beliebt“, berichtet Burger.

Viele Gäste interessieren sich auch für die rechte Spalte der Speisekarte. Hier gibt es monatlich wechselnde Gerichte. Darunter findet man derzeit einen ganz speziellen Burger mit einem selbst gemachten Pattie aus Putenfleisch mit vielen Zutaten.

„Bei Vegetariern ist der Burger mit Ziegenkäse beliebt. Sehr im Trend ist auch die Buchweizenbowl mit vegetarischer Füllung.“ (Christian Burger, Betriebsleiter Viva Vita)

Leichte Stärkung: Die Buchweizen- Bowle ist bei den Gästen sehr beliebt. Sie ist Teil der neuen Menülinie Viva Vital, die aus leichteren Gerichten besteht.

Freisinger Firmen greifen gerne auf das Viva Vita Catering zurück

Bedient werden Gäste vom aufmerksamen Viva-Vita-Service. „Der Ablauf muss sehr schnell gehen, da viele Gäste keine lange Mittagspause haben“, betont Burger. „Dies funktioniert ausgezeichnet, da die Vorbereitungen bestens geplant sind, und der Service gut besetzt ist.“ Manche Gäste geben auch schon einmal telefonisch die Bestellung durch – für das Essen im Haus oder zum Mitnehmen. Freisinger Unternehmen greifen ebenfalls gerne auf das Catering des Gastrobetriebs zurück.

„Das Catering an Firmen im Umkreis soll noch weiter ausgebaut werden. Dies könnte beispielsweise auch in Form eines Art „Brotzeitservice“ am Vormittag geschehen.“ (Christian Burger, Betriebsleiter Viva Vita)

Mittlerweile ist auch die Tagungsgruppe eingetroffen. Im freundlichen und hellen Großen Saal findet heute eine Veranstaltung mit 20 Personen statt. Für die Teilnehmenden des Seminars gibt es eine Ganztagesverpflegung.

Um 14 Uhr, wenn die letzten Gäste das Viva Vita verlassen haben, freut sich das Team auf ein gemeinsames Essen. Eine willkommene Stärkung, bevor es mit der Arbeit weitergeht. Denn im Anschluss sind jeden Tag noch Reinigungsarbeiten und Vorbereitungen für den Folgetag zu erledigen. Am heutigen Nachmittag findet im Viva Vita zudem die Veranstaltung „Kaffee und Klatsch“ statt, eine Kooperation mit der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe, berichtet Burger. „Menschen sollen hier zusammenkommen und einfach ratschen.“

Wer einmal bei Viva Vita anfängt, der bleibt für gewöhnlich

Am Abend ist das Restaurant für gewöhnlich geschlossen, ebenso am Wochenende. Auf Anfrage werden jedoch Feierlichkeiten aller Art im Viva Vita angeboten. Das kann ein Geburtstag sein, ein kirchliches Fest oder auch ein Firmenevent. Diese Feiern finden im schön dekorierten Lokal statt. „Wir freuen uns, wenn es hier wieder aufwärts geht und wir Gäste wieder verwöhnen können“, so Burger. Für Partys in den eigenen vier Wänden liefert der Betrieb die Speisen auch – gerne mit Bedienung der Gäste im eigenen Zuhause.

Viva Vita betreibt zudem eine Mensa in einem Freisinger Gymnasium. Weitere Geschäftszweige sind vorstellbar. „Hierfür oder bei vermehrtem Geschäft in Catering kann dann wieder neues Personal eingestellt werden“, erklärt er. „Viva Vita punktet dabei mit familienfreundlichen Arbeitszeiten.“ Die langjährige Treue der Mitarbeitenden ist ein Beleg für das gute Betriebsklima. Nächstes Jahr steht bereits das 20-jährige Betriebsjubiläum an. „Die dienstälteste Mitarbeiterin ist bereits seit Beginn dabei“, erzählt Burger. „Das Unternehmen ist sehr stolz darauf.“ (mes)

Nachgefragt

„In der Ausbildung habe ich alles eher theoretisch erlernt. Bei meinem ersten Arbeitgeber habe ich die erste richtig Praxiserfahrungen gemacht. Im Viva Vita arbeite ich seit 2007. Das Team hier ist kleiner. Wir sind alle schon lange da und kennen uns gut. Wir unterstützen uns gegenseitig. Hier kann man auch mal Fehler machen.“ (Juliane Kress (42), Küchenhilfe aus Freising)

„Ich arbeite schon fast 20 Jahren in der Küche des Viva Vita. Das kann ich eigentlich gar nicht glauben. Es war ein Glückstreffer, dass ich dort eingestellt wurde. Ich habe dort die Chance bekommen, mich weiterzuentwickeln. Meine Arbeit gefällt mir sehr gut – auch dann, wenn es mal etwas stressiger zugeht.“ (Juliane Hammp (46,) Küchenhilfe aus Freising)

Fakten

Viva Vita

Gründung: 2003

Leitung: Betriebsleiter Christian Burger

Leistungsspektrum: Tagungshaus, Restaurant, Catering, Familienfeiern, Schulmensa

Quelle: merkur.de, aufgerufen am 04.05.2022

Datum: 28.04.2022

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